Ammersee: Schwimmen und Abkühlung bei 34 Grad

Ammersee: Schwimmen und Abkühlung bei 34 Grad

Ammersee: Schwimmen und Abkühlung bei 34 Grad
Sa, 15.08. Nachmittag

Vom Kloster Andechs runter an den See – und ganz München liegt schon da. Handtücher auf jedem Schattenplatz, ein Eiertanz über die Steine ins Wasser, und dann ist jede Abkühlung fantastisch.

2.8 km


Route – hier waren wir unterwegs

GPX-Karte 2026-08-15-15h-ammersee-schwimmen-abkuehlung-34-grad
🗺️ Interaktive Karte öffnen
⬇️ GPX herunterladen

Reisebericht

Das Kloster Andechs hat uns alle ganz schön gefordert. Der Berg, die Hitze, das (fehlende) Wasser – die Stimmung ist nicht überall gut, als wir wieder am Bahnhof stehen. Und jetzt auch noch zum See laufen.

Wie weit ist das denn? Ungefähr 500 Meter, sage ich. Mit der Überzeugung von jemandem, der es nicht weiß. Vier Augenpaare sehen mich an und rechnen im Stillen um: 500 Meter bei Papa, das können auch 5 km werden.

Keine fünf Minuten später stehen wir am Wasser. An der Beach Bar. Ich sage nichts. Ich genieße nur.

Heute ist der 15. August, Maria Himmelfahrt. In Bayern ein Feiertag, und man merkt es. Alle Geschäfte zu, Bürgersteige hochgeklappt. Und die Frage, wo ganz München heute steckt, ist spätestens auch jetzt geklärt. Genau: am Ammersee. Sämtliche Liegeflächen sind quasi zubetoniert. Mit Handtüchern. Zumindest die im Schatten – in die Sonne will bei 34 bis 35 Grad niemand freiwillig.

Voller Badestrand am Ammersee, im Hintergrund ein Ausflugsdampfer auf dem See

Die vier setzen sich, ich gehe auf Erkundung und suche einen Platz für uns. Ich finde tatsächlich ein Plätzchen, gehe zurück und stelle fest: Die halbe Mannschaft hat schon wieder Hunger. Dabei haben wir gerade oben am Kloster eine Pommes gehabt. Für 5,50 €. Halb stehen gelassen, weil der Hunger erst riesig war und dann plötzlich doch nicht mehr.

Egal. Ich hole Eis. Und mal wieder Wasser. Dann geht es weiter an die Stelle, die ich entdeckt habe. In der Tat: acht Quadratmeter Rasen im Schatten, noch frei. Wir breiten die Picknickdecke aus, ziehen uns um und rennen zum Wasser.

Wobei „rennen” stark übertrieben ist. Überall liegen Steine. Das sieht eher aus wie ein Eiertanz. Fünf Leute auf Zehenspitzen, jeder mit eigenem Gesichtsausdruck.

Ruhige Wasseroberfläche des Ammersees, in der Ferne ein paar Köpfe von Schwimmern

Das Wasser ist herrlich. Nicht, dass es besonders kühl wäre. Aber bei 34 Grad ist jede Abkühlung fantastisch. Wir schwimmen ein Stück raus, wieder rein, wieder raus, und so weiter. Irgendwann hole ich mein Handy und mache ein paar Fotos. Herrlich.

Mein Kopf schaut aus dem Wasser des Ammersees, dahinter Segelboote am Horizont

Dann ist es 16:30 Uhr, und der Hunger hat sich auf den Rest der Mannschaft übertragen. Nur ich bin immer noch satt vom Obatzda. Also packen wir zusammen und versuchen, die Bahn um 17:00 Uhr zu bekommen. Das klappt sogar.

Gegen 18:15 Uhr sitzen wir im Hard Rock Cafe in München. Burger, Chicken Fingers und sonst noch so einiges. Unsere Bedienung kommt aus Australien, spricht ein fantastisches Deutsch und ein noch besseres Australian English. Das nutzen wir und unterhalten uns auf Englisch. Die Kinder freuen sich, dass sie alles verstehen.

Doppelter Burger mit geschmolzenem Käse, Tomate und Salat auf dem Tisch im Hard Rock Cafe

Zum Abschluss fahren wir auf die Leopoldstraße. Dort gibt es eine Eisdiele, die tatsächlich noch Vanilleeis hat – an einem Tag wie diesem keine Selbstverständlichkeit. Im Kiosk kaufen wir noch einmal 5 Liter Wasser und machen uns auf den Heimweg.

Nach elf Stunden sind wir zurück im Hotel.

500 Meter waren es übrigens wirklich. Dennoch wird mir keiner glauben, wenn ich das nächste Mal eine Entfernung schätze.


Alle Impressionen

← Vorherige Nächste →