Die Nacht ist erholsam, wenn auch kürzer als gedacht. Um 6:30 Uhr klingelt der Wecker von Ben Luis. Es ist ja Montag. Schule! Oder auch nicht.
Wir haben also ein wenig Zeit zum Quatschen, und um 7:30 Uhr bin ich so wach, dass ich tatsächlich zum Sun Salutation Yoga gehe. Fantastisch. Yoga mit Blick auf den Sonnenaufgang. Genial.



Danach spiele ich mit den Jungs Fußball. Ben Luis erwähnt seit Tagen, etwa im Zehn-Minuten-Takt, wie viel Lust er auf Fußball hat. Ziemlich penetrant. Irgendwann kommen auch die Mädels dazu, und von dort geht es direkt zum Frühstück. Das Highlight: ein Fruchtsaft und ein Espresso auf der Terrasse am Pool.

Anschließend fahren wir in den Nachbarort Gran Tarajal zum Einkaufen und danach zurück an den Pool. Vormittagsprogramm erledigt.
Mittags wollen dann „alle“ zum Pool. Also Hannah und Max Luca. Sabrina will schlafen, Ben Luis Fußball spielen. Ich gehe mit den beiden an den Pool und bekomme im Minutentakt Ansagen, was zu tun ist.
Am besten gefällt mir ein Spiel, das wir schnell optimieren: Die beiden geben mir ihre Arme und beugen sich nach vorn über das Wasser, das Gesicht zur Oberfläche. Ich halte sie. Dann kommen die Fragen. Was ist 3 × 3? Was ist die Quadratwurzel aus neun? Wer falsch antwortet, fällt ins Wasser. Für die dritte und selbst für die sechste Klasse ist das ein wenig übertrieben. Aber ich sag mal so: Die beiden haben mehr Spaß am Reinfallen als am Antworten.
So vergeht ein Nachmittag. Ehe ich mich versehe, ist es 15:30 Uhr. Und ich entdecke für 16 Uhr einen Tabatakurs. Das ist hochintensives Intervalltraining: 20 Sekunden eine Übung, 10 Sekunden Pause, achtmal hintereinander.

Die ersten zwei Runden klappen noch gut. Liegestütze mit meiner Schulter sind allerdings nicht das Optimum, und irgendwann muss ich wirklich aufgeben. Ab da mache ich die abgewandelte, leichtere Übung mit. Mein Puls liegt dauerhaft weit über 160. Ich glaube, die leichten Halsschmerzen und die Grippeschutzimpfung hat mein Körper noch nicht ganz verarbeitet. Morgen mache ich wohl noch einmal ein wenig Pause.
Nach mir ist Sabrina dran, mit einem sportlichen Tanzkurs. Ich nutze die Zeit zum Lesen. Danach geht es zum Abendessen und auf einen Spaziergang am Strand entlang.

Um 21:30 Uhr liegen wir alle im Bett. Platt. Für einen Tag ohne Programm war erstaunlich viel Programm drin.



