Um 6:30 Uhr bin ich wach. Trotz Urlaub meine Standardzeit – dafür liege ich abends auch schon um 22 Uhr im Bett.
Ivy begrüßt mich mit einer Energie, die ich sonst nirgendwo finde. Erst ein Kaffee, eine Runde draußen sitzen, entspannen. Max Luca und Sabrina werden auch langsam wach, der Rest schläft noch, also mache ich mich langsam auf den Weg zum Bäcker.
Ob Ivy mitkommt, entscheidet sie selbst. Heute steht sie schon in den Startlöchern, also schnappe ich mir die Leine und los geht's – nur wir beide.
Vor dem Bäcker muss Ivy draußen bleiben. Kaum bin ich drin, protestiert sie mit lautem Jaulen. Drinnen kaufe ich für schlanke 14 Euro ganze sieben Brötchen (nächstes Mal nehmen wir mehr Aufbackbrötchen mit). Als ich rauskomme, wedelt schon ein Schwanz, Leine im Maul, Kopf Richtung Nordsee. Einzig der Pfosten, an dem sie festgemacht ist, hindert sie daran, jetzt schon zu schwimmen.

Jetzt habe ich zwei Optionen: das 27-Kilo-Vieh auf den Arm nehmen und nach Hause tragen, oder eine Runde am Strand. Ich entscheide mich für den Strand.
Für zwei kurze Fotos bekomme ich Ivy noch in den Sitz. Die Ohren fliegen im Wind. Dann ist es vorbei mit Stillhalten. Der Strand liegt um diese Zeit menschenleer da, ich mache die Leine ab. Keine 10 Sekunden später hat sie den Sprint Richtung Nordsee hinter sich – Usain Bolt lässt grüßen.

Am Wasser findet sie einen Stein, bringt ihn mir, will, dass ich ihn werfe, und danach gräbt sie ihn wieder ein oder aus – so genau lässt sich das nicht sagen. Sie steht einfach davor, kläfft ihn an und will weiterspielen.

Dann klingelt das Telefon: Die Aufbackbrötchen sind schon im Ofen. Ich mache mich auf den Rückweg, über die Düne entlang des Wohngebiets. Um 9:15 Uhr sind wir zurück – Frühstückszeit.

Merke: Wer mit Hund zum Bäcker geht, kommt selten direkt nach Hause zurück.






