Treppen zum Sacré-Cœur – mit Umwegen durchs Illusionskabinett

Treppen zum Sacré-Cœur – mit Umwegen durchs Illusionskabinett

Treppen zum Sacré-Cœur – mit Umwegen durchs Illusionskabinett
Mi, 15.10. Vormittag

Von drehenden Räumen bis zum Blick über Paris: Ein Tag, der uns alle an die eigenen Grenzen gebracht hat – und trotzdem leicht blieb.


Route – hier waren wir unterwegs

GPX-Karte 2025-10-15-das-museum-illusion-und-montmatre
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Reisebericht

Der Start war zäh. Sabrina müde, ich selbst gerädert, und die Kinder hatten alle ihre eigenen Pläne. Keine gute Kombi. Also habe ich kurzerhand die KI befragt, was man mit Kindern in Paris so machen kann. Heraus kam das Museum der Illusionen – rund 850 Meter von unserer Wohnung entfernt. Das passte perfekt.

Drinnen erwartete uns eine Welt voller optischer Täuschungen. Dinge, die es eigentlich gar nicht geben dürfte – und doch standen wir mittendrin. Besonders der drehende Tunnel hatte es in sich: Mein Gleichgewicht war im Eimer, ich klammerte mich an die Reling und kam nur mit Mühe wieder ins Lot. Nach drei Vierteln der Runde war ich fix und fertig. Die Kinder fanden’s lustig, Sabrina schlief lieber daheim.

Nach einer guten Dreiviertelstunde war Schluss. Draußen brauchten wir alle erstmal eine Pause. Also: Kaffee für mich bei Starbucks, Cola und Fanta für die Kids. Ein kleiner Boxenstopp, an dem jeder seine Bedürfnisse stillen konnte. Danach ging es weiter – Treffpunkt Centre Pompidou. Einst ein Publikumsmagnet, jetzt eine riesige Baustelle. Viel zu sehen gab es nicht, also liefen wir nur einmal herum und verschwanden gleich wieder in die Metro.

Montmartre war das nächste Ziel. Ein Restaurant, das gleich zwei Wünsche erfüllte: Toilette und Crêpes. Dazu Cola für Sabrina, ich hatte genug Koffein intus. Frisch gestärkt machten wir uns an die Stufen hoch zur Sacré-Cœur: 250 bis 300 Stück, die ordentlich in die Beine gingen. Oben angekommen lag Paris vor uns – ein herrlicher Ausblick.

Beim Crêpes-Essen auf dem Montmartre entdeckten die Kinder den Souvenirladen direkt gegenüber. Hannah bekam einen Teddy, und ich eine neue Cappi. So ist jeder mit etwas nach Hause gegangen. Danach schlenderten wir noch ein Stück weiter durch die Gassen. Noch eine kleine Crêperie, noch ein Crêpe – manchmal braucht es gar nicht mehr.

Montmatre Crêpes

Den Heimweg traten wir zu Fuß an. Kilometerlang bergab durch enge Straßen bis zurück zu unserer Wohnung. Unterwegs entdeckten wir eine ganz besondere Rarität: eine Pariser Straße, in der es auf 100 Metern kein einziges Geschäft und kein einziges Restaurant gab. Kein Bäcker, kein Bistro – einfach nichts. In Paris fast schon eine Sensation.

Merke: Selbst in einer Stadt voller Reize kann das größte Highlight ein Stück Nichts sein.


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