Der Louvre. Das größte Museum der Welt. Mehr als 100.000 Gemälde, nur 1,7 Kilometer entfernt. Also los, zu Fuß durch die kleinen Gassen von Paris. Herrlich für mich – für die Kinder weniger. Für sie ist die Stadt einfach viel zu groß. Und voller Menschen. Aus einer Höhe von 1,40 Metern wirkt Paris noch einmal anders.
Am Louvre angekommen: das kraftvolle Gebäude mit der Glaspyramide in der Mitte. Überraschung: keine Schlange. Kurz der Gedanke, wir könnten reingehen. Dann der Dämpfer. Der Louvre hat genau einen Tag in der Woche geschlossen. Dienstags. Heute ist Dienstag.

Also weiter zum Place de la Concorde, dem größten Platz von Paris. Der war – wie soll ich sagen – eine Baustelle. Sperrung, Absperrungen, Bagger. Wenigstens am Brunnen noch ein paar schöne Fotos gemacht, dann ging es in Richtung Triumphbogen.
Auf halber Strecke meldete sich das erste dringende Bedürfnis. Zwei Euro pro Person – dafür blitzsauber. Kaum erledigt, kam schon das nächste: Hunger. Bei jedem anders ausgeprägt. Nur bei mir nicht, wir hatten ja gerade erst gefrühstückt. Zum Glück lag eine kleine Crêperie direkt am Weg. Fünf Euro pro Crêpe – und das mitten in Paris. Der Geschmack? Der beste Crêpe der Stadt, da waren wir uns einig. Drei Crêpes später war auch dieses Bedürfnis gestillt. Kurz danach meldete sich das erste Bedürfnis wieder.
Und so standen wir plötzlich vor einer schwierigen Kombi: Hunger bei den einen, Toilettensuche bei den anderen. Lösung: eine Pizzeria direkt an den Champs Élysées. 95 Euro später waren alle Bedürfnisse erledigt. Wirklich alle. Hoffentlich für die nächsten zwei Tage.
Dann endlich weiter Richtung Triumphbogen, vorbei an den Schaufenstern der teuersten Geschäfte. Ein Abstecher in den Apple Store hat die Bedürfnisse der Kinder kurzzeitig gefährlich in eine andere Richtung gelenkt – also schnell wieder raus.
Am Triumphbogen angekommen: beeindruckendes Bauwerk, mit dem Tunnel rauf auf die Insel. Ich war beeindruckt, die Kinder weniger. Ihr Blick sagte deutlich: „Dafür sind wir jetzt hier?“ In dem Moment fragte ich mich, ob wir jemals wieder eine City-Tour mit den Kindern machen sollten.
Merke: In Paris gibt es mehr Bedürfnisse als Sehenswürdigkeiten.

















