Der Tag begann früh. Sechs Uhr, der Wecker klingelte – sieben musste heute einfach zurückstecken. Zwei Stunden später saßen wir im Auto, Kaffee in der Hand, frisches Brot vom Bäcker im Gepäck und die Nase Richtung Westen.
Eigentlich hatten wir uns einen kleinen Stopp in Valenciennes eingeplant. Dort gibt es eine Pizzeria, die wir noch aus unserer Normandie-Reise kannten. Sicherer Hafen, vertrauter Geschmack. Nur diesmal: geschlossen. Sonntag mittags macht sie dicht – wer hätte das gedacht? Also ging es ohne Pause weiter.
Schon um 14 Uhr standen wir vor den Toren von Paris. Genauer gesagt: wir standen. Denn zwischen „da sein“ und wirklich „ankommen“ liegen in Paris gut und gerne 90 Minuten. Verkehr, Einbahnstraßen, Fahrradzonen – und wir mittendrin. Sabrina am Steuer, ich mit Navi in der Hand. Als wir endlich in unsere Straße einbogen, stoppte uns ein Schild: nur Fahrräder erlaubt. Ein Mann daneben, der uns schließlich nach einer Ehrenrunde durch den Block doch hineinwinken durfte. Koffer raus, Wohnung hoch, einmal durchatmen.

Die Tiefgarage stand als nächstes auf dem Plan. 150 Euro für vier Tage, da will man wissen, wo man landet. Also noch mal ins Auto, rein ins Pariser Einbahnstraßen-Karussell. Am Parkhaus angekommen: Nummernschild nicht erkannt. Ticket gezogen, Auto abgestellt, mit mulmigem Gefühl nach oben. Ob das so klappt mit der Erstattung?
Die Pointe: Ich war im falschen Parkhaus. Gleicher Anbieter, gleicher Look – nur ein minimal anderer Name. Also Auto wieder raus, 1,50 Euro für zehn Minuten bezahlt und 50 Meter weiter das richtige Tor gefunden. Dort hat das System dann auch unser Kennzeichen erkannt. Erleichterung. Auto geparkt, Kapitel abgeschlossen.
Zurück in der Wohnung warteten schon die anderen – Koffer ausgepackt, alles eingerichtet. Nach einem langen Anreisetag war das der Moment, an dem der Urlaub wirklich beginnen konnte.
Merke: In Paris brauchst du keinen Kaffee zum Wachwerden. Einbahnstraßen und Parkhäuser erledigen das für dich.
