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Zurück nach Istrien: Bora, Ceja und frische Muscheln
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Zurück nach Istrien: Bora, Ceja und frische Muscheln

Zurück nach Istrien: Bora, Ceja und frische Muscheln
Do, 04.06. Vormittag

Der Kanal von Osor öffnet um 9 Uhr, dann trägt uns die Bora quer über die Kvarner Bucht nach Ceja – und abends kommen die Muscheln von der Bojenleine in den Topf.

53.6 km

Segeln Kvarner Bucht Osor Schnorcheln Grillen

Route – hier waren wir unterwegs

GPX-Karte 2009-06-04-07h-zurueck-nach-istrien
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Reisebericht

Gestern Morgen müssen wir pünktlich aufstehen. Wir liegen ja vor dem Kanal von Osor – und der macht um Punkt 9 Uhr auf. Die Geschäfte – das heißt der eine Supermarkt hat bereits ab 7.30 Uhr geöffnet – also sind wir auch da und kaufen Baguette etc. ein. Zurück auf dem Schiff gibt es dann einen kleinen Kaffee und wir fahren durch den Kanal.

Blick vom Wasser auf die Brücke über den Kanal von Osor, links ein wartendes Segelboot an der Kaimauer

Direkt hinter dem Kanal programmieren wir dann den Autopiloten und frühstücken bei voller Fahrt. Die Bora (der Wind) frischt auf und bläst mit ca. 15 Knoten. Nachdem uns das Essen fast weggeflogen ist, machen wir klar Schiff und hissen die Segel. Somit fahren wir mit ca. 4–5 Knoten Raumwindkurs gen Nordwesten, quer über die Kvarner Bucht. Zum Ende hin übernehme ich das Steuer noch einmal und stelle mich der Herausforderung, das Boot gerade zu halten, obwohl uns die Wellen und die Strömung von hinten überholen. Gar nicht so einfach – ein kleiner Fehler beim Gegensteuern und das Boot fängt an zu „rollen“.

Groß- und Vorsegel stehen zu beiden Seiten ausgebaumt, Blick vom Deck nach vorn

Gegen ca. 14 Uhr kommen wir dann in Ceja an, einer wunderschönen, kleinen Insel mit nur einem Haus darauf, in dem eine Gaststätte betrieben wird.

Ein einzelnes Haus mit rotem Ziegeldach und überdachter Terrasse auf einer flachen, kahlen Insel

Wir machen an einer Boje fest und fragen uns, ob das Restaurant überhaupt geöffnet hat – es sieht ziemlich leer aus. Wir haben auch keine Lust, unser Schlauchboot, das Zodiac, zu Wasser zu lassen. Also schwimmen der Maaf und ich kurzerhand rüber – und ordern schon einmal das erste Bier – es ist geöffnet. Nach einer Runde Tintenfisch bzw. Cevapcici schwimmen wir dann zurück zum Boot.

Beim Losmachen von der Boje entdeckt Sebi viele Miesmuscheln an der Leine der Boje. Somit entscheiden wir kurzerhand, dass es heute Abend vor dem Grillen noch eine Vorspeise gibt. Konkret heißt das: Schnorchel und Flossen an, zurück ins Wasser und Muscheln ernten. Nachdem dem Maaf zu kalt geworden ist und er den halben Eimer vollgemacht hat, gehe ich selbst rein und werde irgendwann vom Sebi abgelöst. Anschließend gibt's auch eine heiße Dusche an Deck. In der Zwischenzeit klärt Franzi, wie wir die Muscheln überhaupt zubereiten – das ist denkbar einfach: Muscheln putzen und in einen Topf mit Wasser, Wasser zum Kochen bringen, Weißwein hinein (haben wir nicht, dafür gibt's Tequila), Pfeffer und Salz ins Wasser und so lange kochen, bis sich die Muscheln öffnen. Fertig. Fazit: LECKER!

Eine behandschuhte Hand hält die Bojenleine mit einem Büschel schwarzer Miesmuscheln, dahinter die orange Boje

Anschließend setzen wir mit dem Zodiac an Land rüber, nachdem wir das halbe Boot ausgeräumt haben, um es mit dem Grill-Zeugs zu beladen: Bier, Wein, Fleisch, Saucen, die 9 Einweg-Grills, Brot, Fackeln, Decken, Wasser, Iso-Matte, Handtücher, Kerzen, Schuhe, Mückenspray, … Ich könnte weitermachen, kürze aber mal ab. Wir haben Glück, dass das Schlauchboot nicht sinkt … Der Abend ist total schön. Das Fleisch ist lecker, vor allem das Knoblauchbrot – die Jungs haben glaube ich die restlichen Knollen dafür aufgebraucht – und auch der Feta-Käse mit Tomaten. Die Fackeln runden die Stimmung ab.

Flammen schlagen aus den Einweggrills am Strand, dahinter die Bucht mit den ankernden Booten

Heute Morgen liegen wir immer noch in der Portic Bucht in der Nähe von Ceja bei blauem Himmel, werden gleich schwimmen (ich zumindest), dann frühstücken und anschließend in See stechen. Unser letzter Segeltag bricht heute an und ich bin schon ein wenig traurig, dass es nun schon vorbei geht. Unser Ziel heute ist unser Heimathafen, die Marina von Vrsar. Auf dem Weg dorthin wollen wir ggf. noch in Rovinj einen Zwischenstopp einlegen – die Stadt soll wunderschön sein. Das letzte Mal haben wir keinen Platz in der Marina mehr bekommen, vielleicht klappt es ja heute …


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