Gestern ringe ich mich in der Tat durch, laufen zu gehen – und verdiene mir dabei den tiefsten Respekt der restlichen Crew. „Durchringen“ aus einem Grund: Ich bin mir nicht sicher, was mit dem leckeren Essen passiert, das ich vor nicht allzu langer Zeit zu mir genommen habe. Es geht aber alles gut.
Die Strecke läuft sich sehr schön. Durch die Marina, entlang der Bucht über Felsen bis hin zum Kap, dem Ende der Landzunge. Anschließend geht es hoch ins Landesinnere. Bis hier ist alles wunderschön, sauber und gepflegt.
Die ersten Höhenmeter führen einen Feldweg mit groben Steinen hinauf, danach geht es auf engen Wegen durch den Wald. Ganz schön, nur stören anfangs die ganzen Taschentücher, Zigarettenschachteln und was sonst noch so herumliegt.
Etwas weiter verlaufe ich mich. An einer der unzähligen nicht beschrifteten Abzweigungen im Wald des Hinterlandes biege ich wahrscheinlich – oder besser: offensichtlich – falsch ab, und der Weg endet im Nichts. Das wäre nur halb so schlimm, läge dort nicht unendlich viel Müll. Der Vergleich mit einer Mülldeponie ist nicht weit entfernt. Berge von Plastik, alte Batterien, Müllbeutel, Müllsäcke … Ich glaube, ich muss nicht weitermachen.
Das öffnet mir ein wenig die Augen, und ab da sticht mir jeder Müllberg ins Auge. Schade, wie verantwortungslos Menschen mit ihrer Umwelt umgehen! Ich sage nur: „for sake of the environment“. Wirklich schade.
Nach ca. 50 Minuten führt mich der Weg hinunter durch ein Distelfeld zurück zur Marina. Sebi ist so nett und fährt mich mit dem Zodiak aus dem Hafengebiet heraus, so dass ich meinen Triathlon zu zwei Dritteln voll machen kann. Das Wasser ist saukalt, tut aber sehr gut.
An der anderen Bucht liegt eine kleine Höhle, in die ich ein Stück hineinschwimme. Super schön – leider zieht mich die Strömung leicht in die Höhle hinein. Ich sehe kein Ende der Höhle mehr, und das versetzt mich dann doch ein wenig in Panik. Einige kräftige Kraulschläge später bin ich auch schon wieder draußen.
Der Abend verläuft mit Tomaten-Mozzarella-Salat und ein wenig Bier ganz ruhig.

Heute geht's weiter in Richtung Süden – erst einmal zum Kap, Calamares essen, und dann schauen wir mal, wie Wetter und Mägen mitspielen. Wir wollen über die Kvarner Bucht, sind uns aber noch nicht sicher, ob wir es schaffen. Es bleibt also spannend.