Der Törn startet im Stau und endet im Sonnenlicht. Dazwischen liegen Nächte mit zu wenig Schlaf, Morgen mit zu viel Kaffee und dieses leise Gefühl, dass die Crew näher zusammenrückt, je mehr Wellen sie teilt. Die ersten Meilen sind noch Suchbewegungen – Wind, Richtung, Rhythmus – bis die Adria uns einlässt und wir langsam in den Flow finden.
Wir treiben, segeln, motoren. Manchmal alles in einer Stunde. Buchten wie Postkarten, Wasser wie Glas, ein Fast-MOB, das die Luft scharf macht. Abende am Grill, Seeigel im Blick, Calamari im Bauch. Und immer wieder dieser Moment, in dem jemand lacht und die Müdigkeit kurz verschwindet. Am Ende zählt nicht der Kurs, sondern die Art, wie wir ihn gemeinsam gegangen sind. Ein Törn, der bleibt wie Salz auf der Haut.

