Historic Walk: Kontraste in der Stadt
Der Historic Walk ist interessant. Auch wenn Andreas uns in irgendwelche Gassen und Stichstraßen führt, sagt “Hier soll was sein, ist aber uninteressant”, und wir wieder umdrehen, sehen wir sehr viel von der Stadt. Vor allem beeindruckt uns der Mix aus holländischen Straßennamen, englischen Gebäuden und neuen, hochmodernen Hochhäusern. Die Kontraste liegen dicht nebeneinander. Genau das macht den Spaziergang lohnend.
Pause und Plan
In einem kleinen Restaurant machen wir eine Pause und planen weiter. Als Nächstes steht das Fort of Good Hope auf dem Programm, das alte Fort in Kapstadt. Danach wollen wir hoch auf den Tafelberg. Die Stationen wirken wie ein guter Kontrast: erst Mauern und Geschichte, dann Weite und Aussicht. Mit dem Plan im Kopf ziehen wir wieder los.
Fort of Good Hope und Military Museum
Das Fort ist beeindruckend. Wir gehen zuerst in das “Military Museum” und stellen fest, dass wir gar nichts von der Geschichte Kapstadts wissen. Also setzen wir uns beide draußen auf die Wiese und lesen, und lesen. Es ist spannend, wenn man dann noch einmal Revue passieren lässt, was wir gerade im Museum sehen. Zuerst ist da Hr. Dias, der um das Kap segelt. Dann kommen die Holländer mit einer kleinen Anlaufstelle für Handelsschiffe, ohne die Absicht, das Land zu besetzen. Danach folgt die Eroberung durch die Briten. Zwischendurch werden Menschen aus der lokalen Bevölkerung ins Landesinnere entsandt. Dann droht Kapstadt fast an Bedeutung zu verlieren, als in Johannesburg Gold entdeckt wird. Mit der Eröffnung des Suez-Kanals verliert Kapstadt zusätzlich an Relevanz. Zum Glück werden im heutigen Namibia Diamanten entdeckt, und Kapstadt bleibt ein wichtiger Hafen. Anschließend kommen Apartheid, dann Nelson Mandela, und später die Spaltung von Südwest-Afrika in zwei Staaten.

Weiter Richtung Tafelberg
Wir sind beeindruckt. Irgendwann reicht es für heute mit Lesen und Museum, und wir verlassen das Fort. Während wir hinausgehen, hängen die Stationen der Geschichte noch nach. Die Mauern wirken plötzlich weniger wie Kulisse, eher wie Verdichtung von dem, was wir gerade aufgenommen haben. Dann machen wir uns auf den Weg in Richtung Tafelberg.





