Wild Horses bei Aus
Wir fahren von Lüderitz in Richtung Osten. Nach ca. 100 km zeigt ein Schild an, dass wir links abbiegen und zu den “Wild Horses” fahren können. Cool: Wildpferde. Wir biegen ab und sehen erst ein Pferd, dann noch ein Pferd, beide ca. 1 km entfernt. Gedanklich bin ich schon wieder auf der B2, da entdecken wir die Senke. Dort stehen auf einmal ca. 100 Pferde, dazu 30 Gemsböcke und 20 Sträuße.

Köcherbäume bei Keetmanshoop
Die Pferde nehmen das Wasserbecken in Beschlag, während die anderen Spezies versuchen, dorthin zu kommen. Leider ist es draußen so warm, dass die Pferde sich kaum bewegen. Sie stehen vielmehr nur herum und schauen zu Boden. Ich denke mir: “In der Ruhe liegt die Kraft” und deute Andreas an, was er ohnehin schon vorhat. Fünf Minuten später sitzen wir wieder im Auto und fahren nach Keetmanshoop zu den Köcherbäumen.

Giants Playground und Wetterkulisse
Der Köcherbaumwald ist ein natürlich gewachsener Wald, der ca. 200–300 Jahre alt ist und, wer glaubt es, Köcherbäume beheimatet. Hier stehen Hunderte dieser markanten Bäume herum. Sehr interessant, dass sie sich hier auf diesem einen Fleck tummeln, während wir sie sonst in Namibia vielleicht nur zwei bis drei Mal vereinzelt gesehen haben. 5 km weiter liegt der Giants Playground, der Spielplatz der Giganten. Andreas erklärt mir, das seien Steine, die aufeinander getürmt sind, also Stonehenge?

Wir erreichen das Areal und sind begeistert. Das sind Tausende große Steine, jeweils mindestens 200 kg, die irgendwie aufeinander gestapelt sind. Zusammen mit dem Gewitter und dem halben Sonnenuntergang hinter der Wolkenfront ist das eine sehr skurrile Kulisse. Auf dem Rückweg erscheint im Rückspiegel ein schöner Regenbogen. Und nach vorne schenkt uns der Tag einen sehr schönen Sonnenuntergang, direkt vor einer Reihe von Köcherbäumen. Super: alles richtig gemacht heute.

Weiterfahrt Richtung Süden
Wir entscheiden uns dafür, das Gewitter heute zu durchfahren, und machen uns auf den Weg nach Nakop, um über Upington nach Mossel Bay zu fahren. 1.300 Kilometer. Das heißt: Morgen wird ein reiner Fahr-Tag. Dafür haben wir noch drei volle Tage auf der Garden Route. Motto für morgen: viel Zeit zum Fotos-Vorsortieren. Andreas steuert den Wagen also Richtung Süden durch das Gewitter und im Radio, iPhone-powered, läuft passend zum 1.11 und dem Regen “November Rain” von Guns n’ Roses.









