Am zweiten Tag berichte ich von Mondlandschaften, angelehnt an Neil Armstrongs berühmten Satz. Die Mondlandschaften vom Fish River Canyon sind schon schön. Allerdings sind sie in keiner Weise mit denen zu vergleichen, die direkt östlich von Swakopmund liegen. Dort wirkt die Landschaft noch einmal rauer und weiter. Und genau dort zieht es uns heute hin.

Abseits der Straße: Mondlandschaften ohne Ende
Von der Hauptstraße B2 biegen wir links ab und fahren etwa 15 km Schotterpiste. Plötzlich stecken wir im tieferen Sand fest. Und das ist auch gut so. Der Blick in die Ebene vor uns entlohnt uns sofort für die ersten Strapazen. Traumhafte Mondlandschaften, so weit das Auge reicht. Dazu ein tiefblauer Himmel, an dem sogar der Mond, der richtige, aufgegangen ist.
Mit dem “Bush Baby” querfeldein
Das Anfahren ist für unser “Bush Baby” im Allradbetrieb zum Glück kein Problem. “Bush Baby” heißt unser Toyota Hilux, seit Andreas einen nicht duftenden Duftbaum mit der Aufschrift “Bush Baby” findet und an den Innenspiegel hängt. Allradfahren macht mir mal wieder tierisch Spaß. Wir fahren hier wirklich querfeldein. Dabei erforschen wir abgelegene Krater und stoßen auf Ruinen alter Häuser. Nach etwa einer Stunde ist der Spaß dann leider vorbei, weil wir wieder die Hauptstraße erreichen.

Dort fahren wir spontan erst einmal nach oben. Dabei “übersehen” wir das total verstaubte und hinter einem Busch versteckte Schild, dass wir für diese Straße einen eigenen Permit brauchen, also eine Berechtigung. Oben angekommen schauen wir in die Krater hinein. Wahnsinn. Mir fehlen die Worte, das zu beschreiben. Danach fahren wir weiter in den Namib-Naukluft-Park hinein.
Namib-Naukluft: Welwitschia und ein Reality-Check
Andreas will unbedingt die Welwitschia Mirabilis sehen. Diese Pflanze kann einige hundert Jahre alt werden, das haben wir auch im Petrified Forest erklärt bekommen. Die Welwitschia, vor der wir stehen, soll etwa 1.500 Jahre alt sein. Benannt wurde sie nach ihrem Entdecker. Dafür gebührt ihr Respekt.

Ich gebe die Hoffnung trotzdem nicht auf und glaube an unseren Guide, dass die Pflanzen schön aussehen sollen. Allerdings wird auch der letzte Funken Hoffnung zunichtegemacht, als wir direkt davor stehen. Gut, 1.500 Jahre, Respekt. Aber sooo hässlich, ich weiß nicht. Kurz kommt mir der Gedanke, ob ein Bier die Perspektive ändern würde, aber ich lasse es dann doch. Wir haben ja noch die Fahrt nach Swakopmund vor uns.



