Ankunft und erster Eindruck
Morgens halb sechs in Sambia. Wir stehen im Hinterhof des Backpackers “Fawlty Towers”, einer Jugendherberge mit riesigem Garten mitten in Livingstone. Wir werden wieder früh wach, machen uns zügig auf den Weg und sind gegen 7:00 h im Nationalpark “Victoria Falls”. Wir sind auf der sambischen Seite unterwegs. Die Seite in Simbabwe lassen wir aus. Die Vic Falls bestehen aus fünf verschiedenen Wasserfällen, von denen wir vier sehen können (also 80 %). Anfangs gehen wir einen normalen Weg auf der gegenüberliegenden Seite der Fälle. Es ist noch sehr früh, die Sonne steht seit etwa einer Stunde am Himmel, und das Licht ist phänomenal.

Abstieg zum Boiling Pot
Wir bekommen von ein paar Amerikanern den Tipp, zum “Boiling Pot” hinunterzugehen. Darin sammelt sich das Wasser der Falls, bevor es in den Zambezi fließt. Die Damen am Empfang verraten uns, dass dies ca. 623 Höhenmeter sind. Wir sollen so ca. 20 Minuten runter brauchen und 30-40 hoch. Ich überschlage kurz: letzte Tour in Bayern durch die Berge: 850 Höhenmeter - hoch ca. 90 Minuten - und keine 30. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Falls 600 m hoch sind - das sind max. 200 m. Das könnten also 600 ft sein - geteilt durch drei macht das 200 m. Wir gehen hinunter zum Boiling Pot und stellen fest, dass wir nach etwa 15-20 Minuten unten sind. Ein kleiner Unfall ohne Folgen bei Andreas hält uns kurz auf. Der Boiling Pot wirkt relativ unspektakulär: ein großer Wasserstrudel, und das war’s. Beeindruckend ist allerdings, was für Massen an Menschen gegen 9:30 h zu dieser Stelle hinunterstürmen - sie starten zu einer Bootstour. Und vor allem, wie Teams vor Ort Boote, Luftpumpen usw. hinuntertragen - teils barfuß.

Upstream und Ausklang
Der Rückweg kostet uns etwa 30 Minuten. Oben angekommen bin ich froh, dass wir nicht auf den Kilimandscharo steigen (unsere ursprüngliche Planung statt Südafrika). Wir füllen schnell Wasser nach und gehen in Richtung “Upstream”, also flussaufwärts. Davon verspreche ich mir wenig, doch es ist genial. Wir sehen die Falls entlang und können sogar ins Flussbett gehen. Der Fluss führt so wenig Wasser, dass wir an den Klippen entlangwandern können. Das wirkt beeindruckend und nicht so gefährlich, wie es aussieht oder klingt. Gegen Mittag machen wir uns auf den Weg nach Botswana, mit dem Plan, eine Sundowner-River-Cruise zu machen oder alternativ in den Chobe Park zu fahren und dort zu übernachten.



























