Unterwegs gen Osten
Mit frischgebackener Reiseroute sitzen wir an unserem dritten Tag im Auto und sind unterwegs gen Osten – nach Botswana. Dort wollen wir bei Ghanzi nach Norden stechen, westlich am Okavango-Delta vorbei und über den Caprivi-Streifen nach Livingstone – zu den Vic Falls. Insgesamt ist es eine lange Route mit ein paar Highlights. Bennies Eindruck: “machbar … (wenn auch viel Autofahrerei)”. Heute fahren wir quer durch Botswana und wollen bereits abends an der Grenze zu Namibia sein. Das sind 1.000 Kilometer. Ich bin mir jetzt schon sicher, dass das nicht passt, also suchen wir nach einem Zwischenstopp, der sich realistisch anhört – so realistisch, dass wir unser Zelt noch im Hellen aufbauen können.

Ankunft am Lake Ngami
Als Zwischenstopp wählen wir den Lake Ngami bei Sehithwa. Das Navi zeigt eine merkwürdige Differenz zwischen Kilometern und Fahrtzeit; anscheinend geht es später nur langsam voran, allerdings zeigen unsere anderen Karten etwas anderes. Gegen 17:30 Uhr kommen wir am Lake Ngami an und stellen fest, dass der See gar nicht so groß ist, wie er auf der Karte dargestellt wird. Wir suchen den See und fahren querfeldein. Nach einigen Kilometern – Andreas warnt die ganze Zeit vor Wasser, und ich verspreche, anzuhalten, sobald es feucht wird – finden wir den See. Er liegt absolut idyllisch, und wir beschließen, hier direkt zu campen. Allerdings fahren hier im 5-Minuten-Takt Autos vorbei, und wir fragen uns, warum es hier so belebt ist. Wir parken den Camper hinter einem Baum und etwas Gestrüpp. Dann kommt auch noch ein dritter Wagen. Wir haben beide ein mulmiges Gefühl, packen Stühle und Grill wieder ein und fahren zurück.









