Stanley Park bis Cypress Hill: Vancouver im Abendlicht

Stanley Park bis Cypress Hill: Vancouver im Abendlicht

Stanley Park bis Cypress Hill: Vancouver im Abendlicht
Fr, 30.06. Nachmittag

Am Wasser zieht es uns Schritt für Schritt weiter, vorbei an Wasserflugzeugen und glänzenden Yachten, bis der Schatten der Bäume endlich kühlt. Zwischen Totems und Abendkleidern stolpern wir über kleine Beobachtungen, bevor wir später hochfahren, warten, schreiben, und die Stadt langsam im Dunkeln aufleuchtet.

Stanley Park Seawall Wasserflugzeuge Cypress Mountain Gastown Steam Clock

Route – hier waren wir unterwegs

GPX-Karte 2006-06-30-17h-vancouver-stanley-park-cypress-hill-gastown
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Reisebericht

Am Wasser in Richtung Stanley Park

Uferweg am Stanley Park mit Blick aufs Wasser

Den Nachmittag verschreiben wir dem Stanley Park. Wir laufen von der “Bus Station” (wegen SeaBus) direkt Richtung Park, kaufen noch schnell Proviant in Form von Früchten und Wasser und marschieren los. Das ist eine richtig schöne Strecke, immer entlang des Wassers. Wir sehen Wasserflugzeuge starten und landen, direkt aufs Wasser, und schauen dabei nach Nord- und West Vancouver, bei strahlendem Sonnenschein. Dann kommen die Yachten im Hafen, viele davon zum Verkauf, und einige sehen wirklich edel aus.

Yachten im Hafen von Vancouver

Ich würde gern mal auf eine raufgehen und mir das Innenleben anschauen, aber man kann nicht alles haben. Am Ruderhaus kommen wir auch vorbei, und Ingo hat ja vor zwei Wochen unter Beweis gestellt, dass “Mann” Rudern nicht so schnell verlernt. Unser Spaziergang am Pier entlang ist super, wird irgendwann aber auch ziemlich heiß. Umso froh sind wir, als wir endlich im Stanley Park ankommen und im Schatten weitergehen können. Wir suchen uns eine Bank und verzehren den Proviant ganz in Ruhe.

Totems, Abendkleider und kleine Beobachtungen

Totempfähle im Stanley Park

Mitten im Stanley Park, bei den Totems (Marterpfähle), sind total viele Mädels in (aus ihrer Sicht) sehr schicken Abendkleidern. Für mich sehen die eher etwas geschniegelt aus, aber hier ist das ja in, mit viel Puff und Tüll und rot, grün, gelb. Erst denken wir, die gehören zu dem Brautpaar, das gerade Fotos macht. Als wir dann sehr viele Mädels in tollen Abendkleidern sehen, überlegen wir, dass es auch irgendwas mit Graduation, Abi oder sonst was zu tun haben könnte. Wir bleiben kurz stehen, schauen zu, und gehen dann weiter durch die Wege im Schatten.

Busfahrt zurück ins City Center

Gegen 17 Uhr fahren wir mit dem Bus wieder zurück ins City Center. Erst haben wir keine Ahnung, wie und wo wir einen Bus nehmen können, aber da Ingo dann einfach wildfremde Leute anquatscht, ist das auch kein Problem. Einmal quer über die Straße flitzen und in den nächsten Bus rein. Der fährt Richtung Granville Street, und die Leute im Bus sagen uns auch, welche Haltestelle wir raus müssen. Sind schon ein nettes Volk, die Kanadier. So einfach kann das gehen, wenn man kurz fragt.

Cypress Mountain: Sunset und Nachtfotos

Unterwegs an der Granville Street am frühen Abend

Von der Granville Street aus laufen wir noch ein Stück Richtung Hotel, falls wir den Namen noch nicht erwähnt haben: “Best Western Chateau Granville”, klingt nach mehr, als es ist. Auf dem Weg entscheiden wir, jetzt etwas zu essen. Also gehen wir in das gegenüberliegende Lokal “Lounge & Grill” und essen Pommes und Chicken Nuggets. Nicht besonders einfallsreich, aber okay, und es macht satt. Danach fühlt sich alles ein bisschen leichter an, weil der Tag noch nicht zu Ende ist.

Blick vom Cypress Mountain auf Vancouver im Abendlicht

Gut gestärkt holen wir das Auto und fahren Richtung Vancouver West, zum Cypress Mountain, von dem man einen fantastischen Blick auf Greater Vancouver haben soll. Den haben wir nach der Fahrt im “Rush Hour”-Verkehr stadtauswärts tatsächlich. Oben am Aussichtspunkt des Cypress Provincial Parks sehen wir Vancouver im untergehenden Sonnenlicht, und das ist phänomenal. Ingo rennt die ganze Zeit hin und her und macht wie wild Fotos. Die Aussicht ist traumhaft, und allein dafür lohnt sich der Abstecher.

Am Aussichtspunkt auf dem Cypress Mountain

Wir treffen Engländer, die uns zum tollen Match gegen Argentinien gratulieren. Einer meint dann noch: “England will play Germany in the final…” Also: wir gegen England im Finale. Die sollen morgen erst mal Portugal besiegen, dann sehen wir weiter. Nein, die sind sehr nett, und es ist schön, mal wieder britisches Englisch zu hören, nicht immer dieses Amerikanisch. Ich stehe ja ohnehin mehr auf das verregnete England und den englischen Humor, aber das ist was anderes.

Vancouver in der blauen Stunde vom Cypress Mountain

Wir sehen Vancouver in der Abendsonne und dann auch bei Nacht. Das heißt, wir stehen und sitzen ungefähr zwei Stunden am Aussichtspunkt, um auch noch Nachtfotos machen zu können. In der Zwischenzeit führen wir dieses Tagebuch weiter und schreiben Postkarten. Der Blick auf Vancouver soll uns dabei inspirieren, und irgendwie klappt das auch. Irgendwann werden die Lichter in der Stadt deutlicher, und genau dafür bleiben wir so lange.

Gastown bei Nacht und die Steam Clock

Steam Clock in Gastown bei Nacht

Anschließend geht es zurück Richtung Hotel, mit einem kurzen Abstecher zur Steam Clock in Gastown, weil Ingo diese Dampfuhr auch noch einmal bei Nacht fotografieren will. Was tut man nicht alles für die bessere Hälfte. Hauptsache, er kauft mir dann gleich auch noch Schokolade. Wir bleiben kurz stehen, warten auf den Moment, und dann macht er noch ein paar Bilder, bis er zufrieden ist.

Panorama über Vancouver bei Nacht

Und hier noch ein Panorama.

Vancouver Panorama

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