Seattle: Pike Place Market, Paella und Starbucks

Seattle: Pike Place Market, Paella und Starbucks

Seattle: Pike Place Market, Paella und Starbucks
Do, 29.06. Mittag

Nach dem langen Weg auf den I‑5 tauchen plötzlich Space Needle und Hochhäuser auf. Parkhauspreise drücken kurz die Laune, ein Mittagsmenü hebt sie wieder. Vor dem überfüllten Kultcafé geht es lieber ins Grüne, bevor ein schneller Kaffee bei Tully's den Stadtbummel anschiebt.

Seattle Pike Place Market Starbucks Tully's Space Needle Downtown

Route – hier waren wir unterwegs

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Reisebericht

Aufbruch Richtung Seattle

Irgendwann ist es dann aber auch genug, und wir brechen in Richtung Seattle auf. Der Weg auf den I‑5 South (Interstate 5 Richtung Süden) zieht sich, wir verfahren uns ziemlich sicher, aber immerhin in die richtige Richtung. Unterwegs merke ich, dass der Tank so gut wie leer ist, also steuern wir eine Tankstelle an. Und dann kommt der kurze Schock: 3 $ für reguläres Benzin. Dann fällt mir wieder ein, dass wir ja in den USA sind und in Gallonen messen. Eine Gallone liegt irgendwo bei 3,6 Litern, und damit sind wir preislich am Ende doch noch deutlich unter Kanada. Das beruhigt sofort, und die Fahrt fühlt sich gleich wieder leichter an.

Skyline, Downtown und Parkhaus

Nach etwa 60 Minuten taucht die Skyline von Seattle vor uns auf, und das hat schon etwas. Wir rollen auf dem fünfspurigen I‑5 entlang, rechts schiebt sich die Space Needle ins Bild und dahinter Downtown, links liegt Bellevue. Zum Glück hat sich der Stau schon gelegt, dadurch geht es deutlich entspannter voran. Nach ein paar Kilometern tauchen wir in die Schluchten der Hochhäuser ab, und plötzlich ist alles enger, lauter und städtischer. Für Sabrina ist das die erste kleine Stadtrundfahrt, ganz automatisch, einfach weil wir uns treiben lassen. Unser erstes Ziel ist der Pike Place Market, und wir stellen uns in ein Parkhaus in der Nähe. Schon beim Ticket ist klar: günstig wird das hier nicht, aber nach meiner früheren Bekanntschaft mit einem Strafzettel wirkt es fast wie die vernünftigere Option.

Pike Place Market in Seattle

Pike Place Market: Paella und der “erste” Starbucks

Danach treibt uns der Hunger los, und nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt landen wir bei einem netten Spanier beziehungsweise Südamerikaner. Die Paella ist richtig gut, und sie kommt nicht allein: Vorspeise und Brot sind im Mittagsmenü dabei. Für die Lage direkt am Markt ist das Ganze erstaunlich fair bepreist. Wir sitzen einen Moment länger, weil das nach der Fahrt genau die richtige Pause ist. Draußen schiebt sich der Markt weiter durch die Gänge, und drinnen fühlt sich das Essen wie ein kleiner Anker an. Als wir wieder aufstehen, ist der Akku spürbar besser geladen.

Danach brechen wir in Richtung Starbucks auf, dem berühmten “ersten” Starbucks am Pike Place. Hier nimmt das Unheil gefühlt seinen Anfang, wenn man bedenkt, wie viele Läden dieser Kette heute überall stehen. Manchmal wirkt es, als gäbe es mehr Starbucks als Geschäfte mit dem goldenen M und Burger King zusammen. Leider ist es so überlaufen, dass wir uns nicht anstellen. Stattdessen laufen wir weiter zu dem kleinen Park, der direkt neben der Markthalle anschließt. Dort setzen wir uns hin und ruhen kurz aus, ganz offiziell nach dem anstrengenden Essen und der kleinen Shopping‑Runde. Und während der Trubel ein paar Meter weiterläuft, wird es im Park plötzlich angenehm still.

Parkpause nahe Pike Place Market

Parkpause, Tully’s und weiter zur Space Needle

Irgendwie macht mich das Essen dann doch ein wenig müde, und ich will unbedingt noch einen Kaffee. Also gehen wir zu Tully’s, dort, wo ich bislang jedes Mal lande, wenn ich Seattle besuche. Der Kaffee ist nicht teuer, genauso lecker und für mich die bessere Wahl als im S. Vor allem geht es schnell: Nach zwei Minuten habe ich das Ding in der Hand. Damit laufen wir zurück in den Park und lassen uns wieder nieder. Von dort genießen wir den Blick auf den Mt. Rainier, auf die Stadt und auf den Hafen, ohne dass wir etwas tun müssen außer sitzen und schauen. Das ist genau die Art Pause, die eine Großstadt plötzlich leicht macht.

Nach Markt, Paella und Kaffee ist der Akku wieder halbwegs geladen, und die Shopping‑Laune ist noch nicht weg. Also geht es weiter durch Downtown, rein in den Glanz der 5th Ave und zu Brooks Brothers. Wir lassen uns treiben, schauen Schaufenster, biegen hier ab und dort wieder ein. Das Tempo passt, weil wir nichts erzwingen müssen. Und irgendwann wartet dann mit der Space Needle noch das große Seattle‑Highlight auf uns, als nächster Punkt auf der Liste.


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