Früher Start und Outdoor-Shop
Am nächsten Morgen werden wir gegen 7:30 Uhr wach und halten beide fest, dass das eine erholsame Nacht ist: kein quietschendes, durchgelegenes Bett wie bei Sue und Artos, kein Katzengetobe am Morgen und, ganz wichtig, ein Klo zum Draufsetzen ohne Katzentatzen am Rand.

Schnell duschen wir und gehen in den Frühstücksraum, denn Frühstück ist inklusive. Leider ist der Raum viel zu klein für alle, also nehmen wir Bagels und Toast einfach mit aufs Zimmer und frühstücken dort. Danach checken wir zügig aus und fahren los, zuerst noch beim Outdoor-Shop vorbei, den uns Sue und Artos genannt haben.

Dort müssen wir 15 min warten, denn sie machen erst um 10 Uhr auf, nichts für Frühaufsteher wie uns. Punkt 10 Uhr gehen wir rein: Eigentlich wollen wir nur nach Wanderschuhen schauen, aber ich gehe kurz bei den Wanderhosen vorbei und finde eine passende Hose in Größe 8, mit abnehmbaren Hosenbeinen, die auch als kurze Hose für heiße Sommertage taugt. Dann sind die Schuhe dran, und die nette Dame vom Service versorgt uns beide sofort: Jeder probiert drei Paar an, ein Paar fliegt direkt raus, und dann stehen wir vor der Entscheidung zwischen zwei Modellen.

Wir laufen im Laden herum, sprinten die Rampe hoch und runter und versuchen, uns festzulegen. Schließlich ist klar: Ingo nimmt die sportlichere Variante, und ich die festeren Wanderschuhe, auch wenn wir eigentlich jeweils das andere Modell im Kopf haben. Naja, es bleibt ja in der Familie, oder?
Zu Fuß bis Granville Island
Jetzt sind wir perfekt ausgestattet für die Berge, und ich habe keine Ausrede mehr, warum ich nicht wandern will. Ingo kann seine Freude kaum verbergen, und ich versuche, möglichst unschuldig zu gucken. Gegen 11 Uhr fahren wir in die Innenstadt und parken in irgendeinem Parkhaus. Für die Längen- und Breitengrade ist Ingo verantwortlich, nicht ich: Ich shoppe nur. 

Gastown, Kaffee und Steam Clock
Danach müssen wir nur irgendwie wieder rüber auf die andere Seite. Auch wenn unsere neuen Wanderschuhe super bequem sind und wir problemlos über die Brücke zurücklaufen könnten, wählen wir die Schiffsfahrt, aber erst, nachdem ich mich vergewissere, dass sie nur 5 min dauert. 006 Viel zu kurz, um seekrank zu werden, zum Glück, und tatsächlich sind wir schnell wieder an Land. Dann geht es weiter nach Gastown, dort, wo wir gestern Abend schon Spaghetti gegessen und ein bisschen herumgebummelt sind. 007 Wie sollte es anders sein: Wir kaufen schon wieder Outdoor-Klamotten, diesmal Fleecepullover, die auch noch reduziert sind, also ist das natürlich unsere offizielle Ausrede. 008 Anschließend setzen wir uns noch für einen Kaffee zu Starbucks, die es in Kanada wirklich an jeder Ecke gibt, und bestaunen das Kreuzfahrtschiff “Coral Princess”, das am Canada Place angelegt hat.
Neben uns steht die berühmte Steam Clock, die viertelstündlich eine kleine Melodie spielt, angetrieben von Dampf, so habe ich es jedenfalls verstanden. 009 Und falls ich das technisch nicht ganz korrekt erkläre: Das ist dann mein persönlicher Knoten im Kopf, und das darf ich ja über mich schreiben.





