Der heutige Morgen begann schon sehr früh, da uns die etwas hektische Dame im Reisebüro empfohlen hat, sehr früh („early early“) loszufahren, da wir ca. zweieinhalb Stunden mit der Anfahrt zu Cape Trib verbringen würden. Also sind wir um ca. 6.30 Uhr aufgestanden, also ca. 45 Minuten, bevor wir normalerweise immer aufwachen…

Um die ersten Minuten nicht sinnlos am Ufer zu sitzen, sind wir also los durch den Park und haben uns auf die Suche nach Krokodilen gemacht. Wir haben nicht lange gesucht, dann sind wir schon auf unsere Freunde aus Brisbane gestoßen, die süßen kleinen Koalas. Die sind anscheinend gerade erwacht, denn alle vier waren am Eukalyptus mampfen…
Wir sind den „Crocodile Walk“ noch ein wenig weiter gegangen. Danach haben wir auch schon die ersten Exemplare der Salzwasserkrokodile bestaunen dürfen. Diese schwammen in einem derart braunen See, so dass man sie kaum erkennen konnte. Erst dachten wir, die hätten und reingelegt und es gibt nicht 3.500 Krokodile auf dieser Farm, sondern vielleicht 3,5. Nach näherem Hinschauen lagen in diesem Tümpel mindestens mal 25 von den großen Kroks.

Danach sind wir noch ein wenig den Corcodile Walk gefolgt und konnten uns die etwas kleineren Süßwasser Krokodile anschauen. Die waren wirklich nur halb so lang wie die Art-Verwandten - aber auch echt interessant anzusehen.

Der Ranger an Bord meinte nur, dass dies ein normales Verhalten sei, wenn die Korks Beute wittern - mit dem Snap würden sie die Beute einschüchtern und jagen. Ich habe zu diesem Zeitpunkt nur mal gehofft, 
Nach der Bootsfahrt - welche wir glücklicher Weise überlebt haben - konnten wir unseren Crocodile Walk zu Ende bringen und haben uns auf den Weg zu den Cassowarys gemacht. Dabei sind wir bei den Swamp Wallabys vorbei gekommen - echt nett die kleinen Dinger. Und sehr lieb, wenn man sie streichelt. Ich wusste bis dato gar nicht, dass die so aussehen wir kleine Kängurus - muss aber wohl!


Mit diesen Eindrücken sind wir dann also wieder vom Gehege weg, um uns den weiteren gefährlichen Tieren dieser Farm zu widmen. Unglaublich - jetzt bin ich mir auch im Klaren darüber, warum da sooo viele Hinweis-Schilder auf den Straßen stehen, dass hier Cassowarys kreuzen. Vermutlich nicht, damit man langsam fährt, sonder nur, damit man nicht aus dem Auto aussteigt…

Auf dem Weg zum Ausgang sind wir noch an dem „Picture-Spot“ vorbeigekommen, bei dem man 25 Dollar für ein Foto mit einem Koala auf dem Arm bezahlen durfte. Wir hatten Glück, dass die eine Show noch nicht zu Ende war, somit beim Foto-Ereignis noch kein Andrang war. Also habe ich die nette Rangerin in ein Gespräch verwickelt und wir durften zum Schluss den kleinen Koala noch ein wenig streicheln. Die 
Dies sollte aber auch schon unser letztes Erlebnis auf der Croc-Farm sein, denn wir hatten keine Lust, noch eine Stunde bis zur Krokodil-Fütterung zu warten, da wir ja noch bis zum Cape Trib hinauf wollten.


Unser erster Punkt auf der anderen Seite war „Cape Kimberly Beach“, ein kleiner Strand nach einer Fahrt durch den direkten Urwald. Als wir am Ende der Straße angekommen sind, erkannten wir, dass wir durch einen 50 Meter breiten Streifen Urwald gehen mussten, um an den Strand zu gelangen. Das Problem dabei und dass, was mich ein wenig unwohl gestimmt hat war, dass überall stand, dass dieses Gebiet voll von Krokodielen sei und wir uns vom Wasser fern halten sollten. Jedoch war der Streifen durch den Urwald eine Art Feuchtgebiet und es hat sich alles auf dem Boden bewegt, als wir dort hineingegangen sind. Das waren allerdings so eine Art Krabben oder kleine Schildkröten.
Danach ging es wieder ein wenig weiter durch den Urwald zu unserem nächsten Ziel - irgendeinem Restaurant um ein wenig Essen zu fassen. Wir sind im „Fan Palm Broadwalk Cafe“ untergekommen, kurz vor einem sehr heftigen Regenschauer. Dort haben wir ein sehr üppiges Mittag-Essen genossen und konnten den Schauer bestaunen. Laut Kellner ist das absolut normales Wetter für diese Jahreszeit. Der Regen hätte wohl nur schon vor zwei Monaten oder so beginnen sollen.

Nach dieser kleinen Stärkung wollten wir dann zum Cape Trib weiterfahren. Leider mussten wir festestellen, dass der Cooper Creek tatsächlich über die Ufer getreten ist und sich in einen reißenden Strom verwandelt hat. Somit war unsere Fahrt an dieser Stelle zu ende und wir waren heil froh, dass wir zuvor nicht durchgefahren sind, sondern erst was essen waren. Ich vermute, wir wären heute Vormittag noch durchgekommen, hätten dann jetzt aber das Problem gehabt, nicht wider zurück zu kommen (so wie die Leute auf der anderen Seite des Flusses). Wir hätten es dann natürlich probieren können, ich bin jedoch davon überzeugt, dass Sabrina dann den Leuten von Hertz hätte erklären müssen, was deren Toyota Camry auf dem Grund des Pazifik macht (das Wasser stand irgendwie 60-70 cm hoch)…

Ein paar Bekloppte haben es dann probiert, mit dem Auto dort durch zu kommen. Der Idiot auf dem Bild hier hatte wohl absolut keinen Respekt vor dem Strom - und auch kein Herz für sein Auto. Der Jeep hatte nicht einmal ein Abgasrohr nach oben, sondern nur ein normales. Das war auch der Grund dafür, warum er seinen Wagen 4 Mal abgebockt hat und dieser immer weiter in Richtung der gefährlichen Kante rutschte. Man man man, da hat nicht mehr viel gefehlt und er hätte Krokodil-Leder auf seinem Sitz gehabt (lebendiges natürlich)…

Auf dem weiteren Weg lag ein Informationszentrum, das wir auf dem Hinweg ausgelassen hatten. Nun bot uns jedoch die Gelegenheit (und auch genug Zeit), hineinzugehen und hatten von dort einen schönen Blick auf einen Fluss im Regenwald.
Unser letzter Stopp an diesem Tag war der Alexandra’s Range Lookout, ein Aussichtspunkt auf die Mündung des Daintree Rivers. Hier hatten wir ein wenig Glück, dass es jetzt nicht mehr so verregnet war und wir einen schönen Ausblickt genießen konnten.

Ein wenig später mussten wir dann wieder den Daintree River überqueren - und wie der Zufall so spielte ist uns die Fähre genau vor den Augen weg gefahren. Also warteten wir, bis sie wieder zurück war. Dabei haben wir einen netten Aussi getroffen, der uns unglaubliche Storys über Krokodile erzählt hat, nachdem er uns darauf aufmerksam gemacht hat, dass wir für seinen Geschmack ein wenig nahe am Ufer standen (ca. 10 Meter entfernt). Also sind wir weiter weg gegangen und haben uns angehört, was passiert, wenn ein 2,5 Meter Süßwasser-Krokodil auf ein 8 Meter langes Salzwasser Krokodil trifft - oder anders formuliert, was das große mit dem kleinen so anstellt. Den Rest kann man sich glaube ich denken… Irgendwann kam dann endlich die Fähre und wir brauchten uns keine Horror-Storys mehr anhören (war aber echt interessant, so aus der Realität zu erfahren)!

Auf der Rückfahrt ist uns dann irgendwann aufgefallen, dass heute ja der 31.12. ist und das Jahr sich so langsam dem Ende neigt. Somit sind wir kurz auf das Hotelzimmer, haben unseren Essens-Voucher abgeholt und sind zuvor noch zu Hertz gefahren, um unser Auto abzugeben. Es war punkt sechs Uhr, als wir dort angekommen sind - und wir haben die Angestellten noch gesehen, wie sie das Geschäft abgeschlossen haben. Wir fragten noch einmal kurz nach, ob es möglich sei, das Auto abzugeben. Sie meinten nur, wenn ich keinen Receipt benötige, dann ja. Wir hatten ja nicht so die Wahl, also haben wir ihnen den Autoschlüssel gegeben und sind gegangen. Der eine Typ meinte noch, der Computer wird alles automatisch berechnen und dann in Rechnung stellen. Ich bin mal gespannt, wie das geht, ohne meine Unterschrift…
Ein wenig später sind wir dann wieder in den P. J. O’Brians Pub gegangen, um zu Abend zu essen. Wir haben hier noch ein wenig ausgeharrt, da wir einen super Blick auf eine Live-Band hatten. Irgendwie war es aber erst 21.00h und wir waren beide hundemüde. Nun hatten wir aber noch drei Stunden tot zu schlagen, denn wir waren nicht wirklich in der Laune, mit dem 70 zwanzigjährigen aus dem Pub zu feiern. Also sind wir erst einmal eine Runde ins Internet Cafe gegangen, um einige wichtige Dinge zu erledigen. Danach sind wir dann an die Promenade gegangen, da wir erfahren haben, dass dort das Feuerwerk stattfinden wird.

Die Promenade (in Cairns ebenfalls „Esplanade“ genannt) war einige hundert Meter lang. Auf der Mauer saßen dann ca. 1000 Leute, Hintern an Hintern, um ja einen guten Platz zu haben, wenn das Feuerwerk los geht. Super! Wir haben uns also auf den Weg gemacht und sind die Esplanade entlang gegangen. War schon ein sehr komisches Gefühl, bei ca. 30 Grad (plus und auch Celsius!) in das neue Jahr zu starten.
