Am heutigen Tag sind wir recht zeitig aufgestanden, um nach Surfer’s Paradise und danach weiter nach Brisbane zu fahren. Zwischendurch wollten wir noch in einen Koala Park, um uns einen echten Koala auf die Brust setzen zu lassen.
Kurz nach dem Aufstehen ist uns aufgefallen, dass jeder von uns mit ca. 15 Mücken- (oder was auch immer für) Stichen gesegnet war. Und diese Dinger sind verdammt groß. Mich haben sie sogar unter den Haaren, also auf der Kopfhaut, gestochen. Unglaublich! Also haben wir sehr schnell das Auto gepackt und habe uns auf den (mittlerweile nicht mehr so weiten) Weg nach Queensland gemacht.


Auf dem Weg zur Suche nach einem Parkplatz sind wir an einem sehr netten Hotel vorbei gefahren - dem Clock Hotel. Dabei haben wir festgestellt, dass wir es in Queensland anscheinend eine Stunde früher haben. Cool! Aber hätten wir das am Morgen bereits gewusst, wären wir nicht so früh aufgestanden. Aber was soll’s, so haben wir wenigstens einen schönen vollen Tag und können richtig viel schaffen.
Ein wenig später habe wir einen Parkplatz finden können und durften sehr günstige 2 $ zum Parken zahlen (hatten somit bis 14h der neuen Zeitrechnung). Zuerst sind wir an den Strand und mit den Beinen ins Wasser gegangen. Für den Rest war es ein wenig zu kalt und windig. Die Wellen waren zwar nicht so groß, aber die Wolkendecke war nicht gerade klein und hat nur wenige Sonnenstrahlen durchgelassen. Dennoch kam die Skyline von Surfer’s Paradise schön zur Geltung. Einen Moment lang dachten wir, dass in diesem Ort ein Wettbewerb läuft, um das Hotel oder die Firma, die das höchste Hochhaus baut. Viele Baukräne prägten das Bild auf die hohen Türme, die direkt am Strand lagen.

Anschließend sind wir in die Stadt gegangen, um uns das Shopping Center bzw. die Innenstadt genauer anzuschauen. Uns ist direkt aufgefallen, wie auch dieses Stadtbild von McDonalds, Hungry Jack’s, KFC, Red Rooster und Pizza Hut geprägt ist. Das schöne war, dass alle dieser Geschäfte innerhalb vom 100 m Umkreis liegen. Sabrina hat sich einen Pizza Hut ausgesucht, um ein kleines Mittag Essen zu sich zu nehmen.




Also haben wir eingecheckt und uns erst einmal frisch gemacht. Danach bin ich auf die Suche nach Informationen zu Fraser-Island, den Whitsunday’s und dem Koala-Park gegangen. Dabei hat mir der Concierge sehr weiter geholfen, war jedoch im Begriff, Feierabend zu machen und wollte die ganzen Informationen an die nächste (bzw. an die Morgen-) Schicht weiter geben. Diese müssten wir dann am nächsten Morgen abholen. Sabrina hat in dieser Zeit bei der Frau von Ernst & Young vom Bewerbungsgespräche angerufen, um einen Termin abzumachen. Leider hat sich herausgestellt, dass sie bereits selbst im Urlaub ist und erst im nächsten Jahr wieder „on duty“ ist.
Nach Bewältigung dieser ganzen kleinen Aufgaben sind wir dann aufgebrochen, um einen Stadtrundgang zu machen. Zuerst wollten wir zu Abend essen (oder besser: dinieren, wir wohnen ja in einem Hotel J) und dann noch einen Blick auf die Skyline erlangen. Das mit dem Abendessen hat sich aber ein wenig problematischer herausgestellt, als gedacht. Wir sind viele km gelaufen, jedoch haben wir nirgendwo etwas vernünftiges zu Essen gefunden. Es lag zwar ein kleiner Food-Court auf dem Weg, doch dort hatten alle Geschäfte bereits geschlossen.

In der Queen St. angekommen ist uns aufgefallen, dass dort wirklich nur diese Fast-Food-Ketten ansässig waren - jedoch hatte wir auf was Richtiges Hunger und suchten deshalb irgendein schönes Restaurant oder so. Also haben wir noch einmal unseren Reiseführer ausgepackt und ein wenig nachgelesen. Dabei ist uns ein Italiener aufgefallen, „Pane e Vino“. Dieser lag gar nicht so weit entfernt von der City-Mall, also sind wir dort hin - und haben es nicht bereut. Es gab für beide Pasta, für Sabrina mit Napoletana und bei mir mit Meeresfrüchten. Echt lecker, kann ich nur sagen!
Um das Essen ein wenig zu verdauen, sind wir aufgebrochen und haben einen kleinen Spaziergang gestartet. Das Ziel sollte sein, einen schönen Blick auf die Skyline zu erlagen. Leider war das von dieser Uferseite nicht möglich, also haben wir beschlossen, über die Victoria Bridge zur South Bank zu gehen. Auf halber Strecke ist uns aufgefallen, dass auf der gegenüberliegenden Uferseite die Griffith University und ein Opernhaus (oder so) liegt. Direkt davor war eine riesige Leinwand aufgebaut und die Beschallung konnten wir bis auf die andere Uferseite hören. Wie sich herausgestellt hat, war dies ein Film-Event - so wie er in der gesamten Weihnachtswoche jeden Abend statt finden wird. Vor der Leinwand saßen ca. 400-600 Leute; Familien, Freunde, Clubs, Weihnachtsmänner und -frauen etc.

Diese war zwar auch von sehr vielen Kränen geprägt, die waren aber zum Glück auch alle sehr schön beleuchtet.
Danach sind wir auf direktem Weg ins Hotel gegangen, um uns für den nächsten Tag auszuruhen. Bevor wir in unser Zimmer gingen, sind wir noch eben aufs Dach des Hotels. Bei meiner Erkundungstour, kurz nachdem wir eingecheckt sind, bin ich zur Guest Laundery (also zu den Waschmaschinen) gewandert, die direkt auf dem höchsten Stockwerk, zusammen mit dem Gym angebracht waren. Dabei ist mir aufgefallen, dass man auch raus kann und sich die Stadt ansehen kann. Dies haben wir natürlich ausgenutzt, um den Eindruck noch ein wenig wirken zu lassen.

Danach sind wir dann endgültig aufs Zimmer gegangen, haben kurz noch Frank zu seinem 30. Geburtstag gratuliert und sind dann schlafen gegangen.