Nachdem wir am Vortag bereits früher ins Bett wollten, haben wir uns doch noch entschieden, diesen Tag zu planen. Auf dem Programm stand, das Auto abzuholen, danach in die Blue Mountains zu fahren und zum Schluss so weit nach Norden zu kommen, wie möglich.
Wir wollten bereits etwas früher aufstehen, um das Auto recht zeitig abzuholen. Leider hat uns an genau diesem Morgen eine Art Jet Lag erwischt und wir sind erst um 10.15 aus dem Hotel ausgecheckt. An der Rezeption haben wir für sehr günstige 2.50 $ unser Gepäck (was nicht gerade wenig war) abgegeben, damit wir nicht alles mit zur Hertz Station schleppen mussten.
Den Weg zur Autostation kannten wir ja bereits, so dass wir im Nu dort waren. Dann kam das übliche Spielchen mit den Autovermietungen. Wir haben einen Voucher für ein Auto, und ich war gespannt, was wir alles zahlen mussten, um das Auto wirklich zu bekommen. Zum einen hatten wir das Auto zu einem Tarif gebucht, welcher den Selbstbehalt (im Falle eines Unfalls) bereits auf 300 $ reduzierte. Nun hat sie uns angeboten, für einen Preis 8 $ pro Tag (max. 7 Tage) den Selbstbehalt auf 0 $ zu reduzieren. Diese Option kannten wir bereits und ich war echt froh, dass es bei den bereits vom Reisebüro versprochenen 8 $ pro Tag geblieben ist.

Somit sind wir alles in allem mit „nur“ 170 $ raus gegangen, um das Auto abzuholen. Auf dem Weg haben wir ausgerechnet, dass dies ja auch nur 50 € pro Person sind und wir uns dafür nicht für Schäden am Wagen entschuldigen müssen - ist doch cool, oder? Kurz darauf sind wir in der Tiefgarage angekommen und haben unseren Toyota Carmy entgegen genommen. Wir waren begeistert. Ein (fast) Neuwagen mit nur 3600 km auf dem Tacho. Und dazu noch riesengroß.
Kurz darauf saßen wir auch schon darin und haben uns mit der Technik des Wagens bekannt gemacht. Sicherlich ist es geläufig, dass die Australier (genauso wie die Engländer) auf der linken Straßenseite fahren. Somit ist deren Lenkrad auch auf der rechten Seite. Da irgendwie alles andersherum scheint, haben sie natürlich nicht nur das 
Zumindest sind wir heile am Hotel angekommen, um unser Gepäck abzuholen. Dabei haben wir festgestellt, wie riesig dieser Kofferraum doch ist. Dort passen beide großen Koffer quer nebeneinander, mein kleiner Koffer in die Mitte dazwischen (allerdings hochkant). Vom Hotel aus ging es dann in einem großen U-Turn in Richtung Süden, danach auf den Broadway in Richtung Westen, um in die Blue Mountains zu gelangen.

Auf dem Weg hat uns mal wieder der Hunger gepackt und wir haben diesmal bei McDonalds angehalten. Sabrina hat sich einen relativ unspektakulären McChicken bestellt, ich konnten jedoch dem Oz Burger nicht widerstehen. Diesen kannte ich bisher noch nicht und wollte ihn unbedingt probieren. Also, prinzipiell ist das eine Art Royal TS, jedoch habe ich bis dato noch nie einen Burger mit Roter Beete darauf gegessen. Irgendwie war das aber auch lecker und interessant zugleich, zumal die Beete den teilweise sehr fettigen Geschmack des Burgers übertroffen hat. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich diesen noch einmal bestellen muss. Ich denke, das nächste Mal werde ich mich an irgendetwas anderes, vielleicht mal bekanntes, halten.

Kurz vor den Blue Mountains gab es ein Visitor Information Center, in welchem wir uns erst einmal mit Kartenmaterial eingedeckt haben. Der nette Mann an der Rezeption hat uns dann noch einmal die Highlights erklärt, ist damit jedoch davon ausgegangen, dass wir anscheinend mehrere Wochen in dem Park bleiben möchten. Also haben wir seine Zusammenfassung der Highlights noch einmal zusammengefasst und sind los gefahren.

Auf dem Weg zur Aussichtsplattform gab es bereits einige „Viewpoints“ (Aussichtspunkte) in die Blue Mountains. Das waren atemberaubende Blicke in die blauen Berge. Der wenige Nebel, welcher über den Bäumen lag, schimmerte in der Ferne leicht blau. Faszinierend!







Am Echo Point entdeckten wir dann ein Schild zu den Katoomba Falls mit dem Hinweis, dass wir innerhalb von 10 Minuten dort sein könnten. Wir dachten uns, dass dies noch eine Bereicherung dieses Sights sei und entschlossen uns dazu, dort hin zu wandern. Außerdem waren wir ja schon vom ersten Wasserfall mehr als begeistert gewesen. Also sind wie die 10 Minuten gegangen und haben eine Aussichtsplattform gesehen, von der wir zwar einen wundervollen Blick auf die Blue Mountains hatten, jedoch nicht auf einen Wasserfall.
Am Ende der Plattform habe ich dann eine kleine eiserne Treppe entdeckt und konnte Sabrina davon überzeugen, den Weg weiter fortzuschreiten, um auf „die Jagd“ nach den Wasserfällen zu gehen. Prinzipiell war dies eine sehr gute Idee - auf dem Weg lagen noch einige schöne Aussichtsplattformen mit Blick in die Blue Mountains. Das Problem dabei war nur, dass wir uns vorgestellt haben, irgendwann mal bei den Katoomba Falls anzukommen. Als wir dann so ca. 45 Min gewandert und an einer recht großen Plattform angekommen sind, hatten wir die besagten Katoomba Falls jedoch immer noch nicht gefunden.

Wir haben kurz inne gehalten und waren nach einem Blick gen Himmel ganz stark davon überzeugt, dass die Wasserfälle (wo auch immer die sein mögen) bald sehr viel Wasser zum Füllen hätten. Irgendwie wurde es auf einmal sehr dunkel über uns und am Horizont konnten wir bereits Regenschwaden ausmachen. Neben uns die Leute baten noch kurz um ein Foto und meinten dann nur „Uups, there might be some rain coming up!“ und rannten davon. Also haben wir unsere Suche nach den Wasserfällen aufgegeben und sind los, zurück zum Auto.

Bereits nach wenigen Minuten erwischte uns ein Sturm, der nicht von schlechten Eltern war. Wir hatten das Glück, über uns die Bäume zu haben, welche den Wind 
Nach einer kleinen (und teuren) Stärkung am Echo Point Information Center starten wir dann unsere Tour gen Norden. Das Ziel sollte Hawk’s Nest sein, etwas nördlich von Newcastle. Um dort hin zu kommen, sind wir erst einmal in Richtung Osten (Sydney) zurück gefahren, um dann nach Norden die Richtung zu ändern. Auf dem Weg lag noch ein Woolworths, was hier in Australien kein Ramsch Laden ist wie in Deutschland, sondern die (uns bis jetzt bekannte) einzige Supermarkt-Kette.
Von unserem kurzen Verpflegungs-Einkauf gibt es nur zu berichten, dass ich es erfolgreich geschafft habe, den Kassierer zu verwirren, als ich ihn gefragt habe, wie weit es denn noch nach Townsville sei, wir wollten da heute noch hin. Dabei ist er ein wenig vom Glauben abgefallen und meinte, dass wir uns dies noch einmal recht genau überlegen sollten. Seine Kinnlade lag dabei auf der Kasse. Ich betrachtete mir diesen Menschen und dachte noch einmal darüber nach, was ich ihm denn jetzt gesagt habe. 

Auf dem weitern Weg in den Norden wollten wir noch einmal einen Zwischenstop machen, um ein kleines Picknick zu veranstalten. Auf unserer Strecke lag das schöne Swansea - zumindest hat jeder, den wir getroffen haben, gesagt, dass dies sehr schön sein soll. Also sind wir vom Pacific Highway auf eine Touristic Route abgefahren, welche uns direkt durch den schönen Ort geführt hat. Wir dachten, wir könnten einen tollen Blick aufs Meer gelangen, mussten jedoch feststellen, dass dies nicht möglich war. Dafür haben wir einen netten kleinen Hügel gefunden, mit Blick auf einen See und den dahinter liegenden Highway.
Es war eine Art Wohngebiet und die Bewohner gaben uns das Gefühl von Eindringlingen, denn jeder hat erst einmal aus dem Fenster geschaut oder Müll raus gebracht oder auf der Veranda eine geraucht. Das hat uns aber nicht so gestört, wie den Hund, der penetrant und in einer Tour gebellt hat. Als wenn wir davon weg fahren würden - unglaublich. Irgendwann wurde er aber vom Frauchen ruhig gestellt. Danach konnten wir unser Dinner (das Baguette, den Käse und den Schinken) richtig genießen.

Die Weiterfahrt war sehr anstrengend. Es ist sehr dunkel draußen geworden, der Tag hat früh angefangen und wir haben auch schon viel geschafft. Sabrina ist neben mir auf dem Beifahrer Sitz bereits eingeschlafen. Also haben wir kurzfristig unser Ziel „Hawks Nest“ aufgegeben und sind ca. 20 km davor in einem Best Western Motel, direkt am Pacific Coast Highway eingekehrt.